Zum Inhalt springen

Die Fischfauna

Die Fischfauna mit ihren vielfältigen Ansprüchen an den Lebensraum hat einen besonders hohen Zeigerwert für den Gesamtzustand von Gewässersystemen. Die IRKA hat dies erkannt und im 2001 ein Monitoringkonzept Gewässerökologie verabschiedet. Dieses  beinhaltet eine regelmässige Überprüfung der Fischfauna im Alpenrhein und seinen Zuflüssen im Modul „Basismonitoring Fische“. Die regelmässige Erfassung des Fischvorkommens hinsichtlich Artenspektrum, Artenverteilung und Populationsaufbau soll neben der Feststellung von Veränderungen dabei helfen, den Handlungsbedarf für Verbesserungsmassnahmen zu unterstreichen, Empfehlungen abzugeben und den Erfolg nach der Umsetzung zu kontrollieren.

Für alle Befischungsstrecken im Rhein wurde nach dem Bewertungssystem der EU-Vorgaben der fischökologisch schlechte Zustand bei der letzten Untersuchung 2013 ausgewiesen.

Weitere Info: Bericht Basisimonitoring Ökologie 2013

Insgesamt ist der Fischbestand des Alpenrheins als sehr gering einzustufen. Durch Abflussschwankungen, fehlenden Strukturierung und Vernetzung mit dem Umland und durch die Abtrennung der Zuflüsse ist der Rhein als permanenter Lebens- und Reproduktionsraum für fast alle Fischarten ungeeignet. Die im Alpenrhein noch vorhandenen und funktionierenden Jungfischlebensräume beschränken sich auf die naturnahen Abschnitte wie die Mastrilser Auen und ruhigere Hinterwasserbereiche an den Kiesinseln oberhalb der Illmündung.

Der Fischbestand im Alpenrhein ist mit 4 bis 10 kg Biomasse/ha in allen Strecken weit hinter den Werten vergleichbarer Flüsse. Von ursprünglich 29 Arten konnten bei der letzten fischökologischen Untersuchung noch 13 Fischarten nachgewiesen werden.

Gerade aufgrund der freien Durchgängigkeit zum Bodensee können aber durch Revitalisierungen kombiniert mit Massnahmen zur Reduktion der Auswirkungen des Schwallbetriebes sehr rasch wesentliche ökologische Verbesserungen erreicht werden. Das Beispiel des Liechtensteiner Binnenkanals zeigt zudem die Möglichkeiten von Verbesserungen am Zuflusssystem.

Fischart

historisch belegtes
Vorkommen

Nachweis
2005 | 2013

Aal

?

x | x

Aalrutte / Trüsche

x

x | x

Alet / Döbel

x

x | x

Äsche

x

x | x

Bachforelle/Seeforelle

x

x | x

Barbe

x

  | x

Bitterling

?

Brachse / Brachsmen

x

  | x

Coregonen/Felchen

?

x | x

Elritze / Pfrille

x

x | x

Flussbarsch / Egli

x

Giebel

  | x

Gründling

x

Güster

?

Hasel

x

x | x

Hecht

x

Karpfen

x

Koppe / Groppe

x

x | x

Laube

x

Nase

x

  | x

Schneider

?

Neunauge

?

Regenbogenforelle

x | x

Rotauge

x

  | x

Rotfeder

x

  | x

Schleie

x

Schmerle / Bartgrundel

x

  | x

Steinbeisser / Dorngrundel

?

Stichling

?

Strömer

x

x | x

Wels

?

Gesamtzahl

29

10 | 16