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Der Rhein und sein Einzugsgebiet

Die zwei Arme des Rheins in seinem Ursprungsgebiet, Vorder- und Hinterrhein, vereinigen sich bei Reichenau etwas südöstlich von Chur. Die Länge der Rheinstrecke von Chur bis zu seiner Mündung in den Bodensee beträgt 90 km. Das Einzugsgebiet des Rheins ist bei der Pegelstelle Diepoldsau 6119 km² gross. Das Klima variiert im Rheineinzugsgebiet beträchtlich. Insgesamt ist das Klima aber ein typisch randalpines, die Jahresniederschläge sind also relativ hoch. In Bad Ragaz beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag etwa knapp 1500 mm. Bei der Pegelmessstelle Diepoldsau weist sein Abfluss ein Maximum von Mai bis Juli und ein Minimum in den Wintermonaten auf. Die Maxima von Mai bis Juli sind einerseits auf die grösseren Niederschlagsmengen im Sommer und andererseits auf die im Frühling einsetzende Schneeschmelze (mittlere Höhe des Einzugsgebietes: 1800 m) zurückzuführen. Auch die Vergletscherung, die 1,4 % des Einzugsgebietes ausmacht, beeinflusst das Abflussverhalten. Schliesslich ist der Einfluss der Stauseen auf das Abflussverhalten des Rheins zu erwähnen (Gesamt­rückhaltevermögen der Stauseen: 770 Mio. m³ Wasser). Durch diesen menschlichen Eingriff in den natürlichen Wasserhaushalt des Rheins wird der Abfluss im Sommer um 8 m³/s gedrückt, im Winter um 32 m³/s gesteigert. Der mittlere jährliche Abfluss des Rheins beträgt 235 m³/s. Die Werte schwanken dabei zwischen 40 und 3100 (100jähriges Hochwasser) m³/s. Im Mündungsbereich lagert der Rhein jährlich ca. 3 Mio. m³ Sand und 50.000 m³ Geschiebe ab.