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Aufweitung Maienfeld - Bad Ragaz

Mit der Aufweitung Maienfeld-Bad Ragaz können die ökologischen und wasserbaulichen Defizite in diesem Abschnitt behoben werden. Die Massnahme wurde für die Umsetzung in die höchste Priorität eingestuft. Bereits in den 90er-Jahren hatte man erste Ideen einer Aufweitung auf Gemeindegebiet Maienfeld-Bad Ragaz.

Es ist vorgesehen, den Rhein in den Gemeinden Maienfeld und Bad Ragaz unterhalb der Tardisbrücke auf einer Länge von 3 Kilometern wechselseitig aufzuweiten. Die künftige Gerinnebreite des Rheins soll von heute 85 Metern im Durchschnitt auf rund 174 Metern verdoppelt werden. Der Projektperimeter umfasst insgesamt eine Fläche von insgesamt rund 71 ha und ist im Mittel 248 m breit.

Mit der Aufweitung sollen unter anderem folgende Ziele aus dem Entwicklungskonzept umgesetzt werden:
-> Verhinderung von weiteren Rheinsohleneintiefungen und somit Gewährleistung der Hochwassersicherheit (unter Beibehaltung der aktuellen Abflusskapazität)
-> Keine Grundwasserabsenkungen im Projektperimeter
-> Erhöhung der morphologischen Vielfalt und Schaffung von Laichplätzen
und Habitaten für Fische und Amphibien
-> Aufwertung des Naherholungsgebiets in der Tourismusregion

Zeitrahmen

  • 1995:             erste Überlegungen zur Stabilisierung der Rheinsohle
  • 2009:             Machbarkeitsstudie
  • 2010 - 2013:  Ausarbeitung Vorprojekt
  • 2016 - 2017:  Vertiefte Untersuchungen Grundwasser und Feststofftransport
  • 2018 - 2021:  Ausarbeitung Auflageprojekt/UVP
  • 2021 - 2022:  Vernehmlassung/Projektgenehmigung
  • 2022/2023:    Auflage
  • frühestens ab 2023/2024 - 2031: Realisierung

Kontaktperson

Daniel Dietsche, Amt für Wasser und Energie, +41 (0)58 229 21 01, daniel.dietsche@sg.ch

Bauherr und weitere Beteiligte

Die Planungen und Projektierungen werden durch die beiden Kantone Graubünden und St. Gallen vorgenommen.

Initianten

Kanton St. Gallen

Kanton Graubünden

Status

Geplant

Zeitrahmen

1995 - 2031

Kosten

CHF 30'000'000.-

Kostenträger

Die Kosten für die Planungen (Stufe Auflagenprojekt) wird vom den Kantonen Graubünden und St. Gallen getragen. Der Kostenschlüssel für die Realisierung der Aufweitung ist noch offen. Der Bund wird einen nahmhaften Beitrag übernehmen. Bei den Gesamtkosten handelt es sich um eine Grobkostenschätzung auf Stufe Vorprojekt 2013.

Bezug zu Alpenrhein

Die Aufweitung wäre eine der ersten grossen Aufweitungen, welche am Alpenrhein gebaut werden könnte. Sie ist auch als Massnhame mit hoher Priorität im Entwicklungskonzept abgebildet.



Bezug zu Massnahmetypen des EKA

Typ 1 - Aufweitungen und Geschiebemanagement
Typ 2 - Passierbarkeit und Vernetzung
Typ 3 - Schwallproblematik
Typ 4 - Wasserkraft
Typ 5 - Gewässerraum
Typ 6 - Überlastfall und Notentlastung


(Letzter Stand: 25.08.2020)


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