Am Freitag, den 25. Oktober 02 besuchten wir, die Klasse 3b der Realschule Eschen, zusammen mit Frau Dr. Leipold, unserem Klassenlehrer und Frau Hämmerle, vormittags das Museum Rheinschauen in Lustenau und nachmittags erlebten wir die Rheinmündung. Im Museum konnten wir auf Schautafeln und an grossen Modellen den Verlauf und die Besonderheiten des Alpenrheins betrachten. Anschliessend fuhren wir mit dem Rheinbähnlein, gezogen von der Lokomotive „Urs“, über den Rheindamm auf den See hinaus. Dort regten uns Frau Dr. Leipold und Frau Hämmerle zu verschiedenen Experimenten und Beobachtungen an. Zum Schluss mussten wir als Gruppe eine schwierige Aufgabe lösen, was das war, verraten wir nicht. An diesem Tag haben wir viel neues erlebt und die Besonderheit des Rheindeltas genossen.
Einige Fakten zu unserem Alpenrhein
Eingezwängt und begradigt
Während der Rhein vor Jahrhunderten das ganze Rheintal beanspruchte, so ist er heute in seinen Dämme eingezwängt. Erst diese Massnahmen ermöglichten die Besiedlung der Rheintalebene. Da der Alpenrhein aber eigentlich ein grosser und gefährlicher Wildbach ist, lagerte er immer wieder viel Material ab und überschwemmte das Tal und die Dörfer. Deshalb wurde vor etwa hundert Jahren der Fussacher Durchtstich und etwa 25 Jahre später der Diepolsauer Durchstich gebaut, d. h. die grossen Flussschleifen sind begradigt worden, damit sich die Fliessgeschwindigkeit vergrösserte und der Rhein das Material weiter mitnimmt.
Wie alt kann der Bodensee werden
Der Rhein schüttet deshalb jährlich etwa 3 Millionen m3 Schluff und Schlamm in den Bodensee. Das würde einen Güterzug mit der Länge vom Bodensee bis nach Gibraltar füllen. Um die Verlandung der Harder Bucht und das Abschneiden der Bregenzer Bucht zu verhindern, müssen die Dämme immer wieder bis weit in den See hinaus verlängert werden. Damit wird das Schüttmaterial in Richtung grösste Seetiefe geleitet. Nach 10 bis 20 Tausend Jahren wird der Alpenrhein den Bodensee vollständig zugeschüttet haben.
Das Rheindelta - eine erlebnisreiche Landschaft
Manche Flächen werden immer wieder überflutet, es hat ganz trockene und auch sehr feuchte, aber auch sonnige und schattige Stellen. Deshalb leben verschiedenste Tiere und Pflanzen dort. Vor allem merkt man, dass man sich eigentliche auf dem See draussen befindet, da ist eine ganz besondere Stimmung .
November 02, Klasse 3b